Besonders Frauen macht folgendes Szenario Angst: Sie sind abends auf dem Weg nach Hause und hören hinter sich Schritte. Jemand scheint sich zu nähern. An der Haustür angelangt, suchen sie aufgeregt in ihrer Handtasche nach dem Schlüssel ... und finden ihn nicht. Jetzt entscheidet das Kopfkino, wie die Sache endet. Dabei könnten Situationen wie diese längst der Vergangenheit angehören. Elektronische Türschlösser sind die Lösung und selbst in Mietobjekten einsetzbar. Sie reagieren per App, Fernbedienung, Zahlencode oder Fingerprint. Zutritt zum Haus erhalten diejenigen Personen, die eine Zugangsberechtigung besitzen. Doch ganz ohne Risiko funktionieren sie bisher nicht.

Die Investitionskosten

Preislich unterscheiden sich elektronische Türschlösser je nach Hersteller nur wenig. Für die Anschaffung eines Modells muss im Allgemeinen mit ungefähr 100 Euro gerechnet werden. Das Anbringen muss nicht zwangsläufig ein Fachmann übernehmen. Die Anbieter informieren den Käufer über sämtliche Schritte der Montage per Installationsanleitung und stellen aussagekräftige Video-Anleitungen zur Verfügung. Bedenkt man den Nutzen, den ein elektronisches Türschloss später bringen kann, dürften die überschaubaren Kosten für das elektronische Türschloss sprechen.

Die Installation

Viele Hersteller elektronischer Türschlösser denken voraus. Wird das elektronische Türschloss im Mietobjekt verwendet, soll es der Käufer beim Auszug rückstandslos entfernen und in sein neues Zuhause mitnehmen können. Deswegen lassen sich die Aufsätze an den Innentüren nicht nur anbohren, sondern auch ankleben. Folgendes sollten die Nutzer vor der Installation jedoch bedenken: Vom Sicherheitsschlüssel, der von innen im Schloss stecken bleibt, muss vor dem Anbau des elektronischen Türschlosses unter Umständen der Bart abgesägt werden. Das kann beim Vermieter für Ärger sorgen, zumindest, wenn es sich um einen Generalschlüssel handelt, der mehrere Funktionen besitzt. Er lässt sich, anders als ein einfacher Schlüssel, für den Nachmieter nämlich nicht einfach kopieren. Ansonsten gestaltet sich das Anbringen eines elektronischen Türschlosses einfach. Das Programmieren der App, das Zuweisen der Zugangsberechtigungen sowie die Integration des Schließsystems in das Smart Home können je nach Modell schon anspruchsvoller sein.

Funktionen

In erster Linie ist das elektronische Türschloss dazu gedacht, die Bewohner des Hauses ein und aus zu lassen. Das Schloss erkennt Letztere beispielsweise an einem individuellen Zahlencode, am Fingerabdruck oder an der Irisdiagnose. Darüber hinaus kann es die Zustellung von Paketen erleichtern. Der Haus- oder Wohnungsbesitzer kann bestimmten Paketboten einen Zugang verschaffen. Sämtliche Vorgänge im Haus kontrolliert er über eine Videofunktion, die mit dem Schließsystem verbunden sein kann. Doch auch in weitaus simpleren Alltagssituationen ist das elektronische Türschloss einem einfachen Modell überlegen. Wie oft passiert es, dass man sich nicht genau erinnert, die Tür abgeschlossen zu haben? Beim elektronischen Türschloss lässt sich der aktuelle Zustand kontrollieren und gegebenenfalls nachbessern. Wer wüsste nicht gern, ob und wann die Kinder von der Schule heimgekehrt sind? Das elektronische Türschloss erfasst all diese Vorgänge. Kommt man mit Einkäufen beladen nach Hause, hat man nicht unbedingt eine Hand zum Aufschließen der Haustür frei. Das braucht man auch nicht. Ein elektronisches Türschloss erkennt über Bluetooth, dass sich der Wohnungsinhaber nähert und öffnet automatisch, bei einigen Modellen die Tür einen spaltbreit gleich mit. Man streift also nur noch seine Schuhe ab und stellt Tüten und Körbe auf dem Küchentisch ab, ohne sie zuvor abzusetzen. Wer eine Spracherkennung wie Alexa von Amazon nutzt, kann auch diese mit dem elektronischen Türschloss vernetzen. Alternativ lässt sich die Tür über das Android- und Apple-System öffnen.

Batterien

Ungefähr für ein Jahr reicht die Laufzeit der Batterien in den elektronischen Türschlössern. Einige Modelle sind stattdessen mit Akkus ausgerüstet. Auch die müssen in einem ähnlichen Zeitintervall ausgewechselt werden. Ebenso sind sämtliche Fernbedienungen zu warten.

Sicherheit

Die meisten Kritiker hält die Frage der Sicherheit vom Kauf eines elektronischen Türschlosses ab. Die Bedenken sind nicht ganz unberechtigt. Wenngleich sich die Hersteller bemühen, Hackern das Leben so schwer wie möglich zu machen, kann ein elektronisches Türschloss nie hundertprozentig einbruchsicher sein. Das liegt daran, dass selbst Experten die Sicherheitslücken oft erst auffallen, wenn sie bereits missbraucht wurden. Der Verlust der Fernbedienung oder des Smartphones dürfte nicht weniger riskant sein als das Verlieren eines Schlüssels. Um in derartigen Fällen nicht vor der verschlossenen Haustür zu stehen, lohnt es, bei einer Vertrauensperson einen Notfallschlüssel zu hinterlegen. Denn der funktioniert bei einem elektronischen Türschloss weiterhin. Er kommt auch zum Einsatz, wenn der Funkkontakt zwischen Sender und Empfänger aus irgendwelchen Gründen einmal gestört sein sollte. Dann verwandelt sich das elektronische Türschloss in ein ganz gewöhnliches Schloss, von dem man weiß, dass es eigentlich viel mehr kann.

Fazit

Für bestimmte Personengruppen dürfte die Anschaffung eines elektronischen Türschlosses Sinn machen, beispielsweise für Menschen, die ständig unter Zeitdruck stehen und solche, die die Vorteile eines smarten Hauses zu schätzen wissen. Wer sich hingegen mit neuer Technik nicht anfreunden kann, bleibt beim altbewährten Schlüssel und behält seine Haustür zu 100 Prozent unter Kontrolle. Allerdings muss er dazu vor Ort sein und ein waches Auge auf sie haben.

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16.05.2019, Team Swoppen